DPP-Readiness: Die 10-Punkte-Checkliste für kleine Unternehmen
Kurz erklärt
Bereit für den Digitalen Produktpass? Mit diesen 10 Punkten prüfst du in einer halben Stunde, wo deine Produktdaten stehen – und wo noch Lücken sind.
Was „DPP-ready“ bedeutet – und was nicht
„DPP-ready“ beschreibt bei PassTag Studio, wie vollständig die ausgewählten Produktdaten strukturiert und veröffentlichbar vorliegen. Es ist eine Aussage über Datenvollständigkeit, keine Rechtsprüfung und keine Konformitätsgarantie; konkrete Pflichten werden je Produktgruppe festgelegt.
Die Checkliste deckt häufig relevante Kategorien wie Material, Herkunft, Pflege, Reparatur, Recycling und Nachweise ab. Welche Angaben rechtlich erforderlich sind, muss für die jeweilige Produktgruppe separat geprüft werden.
Die Checkliste
Geh die Punkte pro Produkt durch – am besten zuerst für ein Pilotprodukt:
- 1. Eindeutige Identifikation: Jedes Produkt hat eine SKU (und wenn vorhanden GTIN/EAN).
- 2. Materialzusammensetzung: Fasern, Papier, Holz, Metall, Kunststoffe oder andere Werkstoffe – mit bestätigten Anteilen, soweit sinnvoll und bekannt.
- 3. Herkunft: Produktionsland und – wenn bekannt – Region oder Fertigungsschritte.
- 4. Pflegehinweise: verständlich formuliert und konsistent mit vorhandenen Etiketten oder Gebrauchshinweisen.
- 5. Reparatur: Hinweise zu Ersatzteilen, Reparaturmöglichkeiten oder Serviceangeboten.
- 6. Recycling & Entsorgung: Was lässt sich trennen, was gehört wohin?
- 7. Nachweise & Zertifikate: als Dokumente hinterlegt, den richtigen Produkten zugeordnet – dargestellt als vom Unternehmen bereitgestellte Angaben.
- 8. Produktfotos: mindestens ein aktuelles, aussagekräftiges Bild.
- 9. Öffentliche Produktseite: Die Daten sind als Produktpass veröffentlicht und ohne Login erreichbar.
- 10. Stabiler QR-Zugang: Der QR-Code am Produkt führt dauerhaft auf die veröffentlichte Produktseite.
Typische Lücken – und wie du sie schließt
Typische Lücken sind ungenaue Materialangaben wie „Materialmix“, unklare Herkunftsangaben und fehlende Hinweise zu Pflege, Reparatur oder Materialtrennung. Das betrifft Textilien ebenso wie Taschen, Verpackungen oder Homeware-Produkte.
Der pragmatische Weg: beim nächsten Einkauf die Angaben direkt vom Lieferanten schriftlich einfordern und ab sofort pro Produkt ablegen. Rückwirkend recherchierst du nur, was für aktive Produkte wirklich relevant ist – Perfektion für ausgelaufene Artikel lohnt nicht.
Vom Check zur Umsetzung
Wenn du die Liste für ein Produkt durch hast, trägst du die Daten in strukturierte Felder ein, veröffentlichst die Produktseite und bringst den QR-Code am Produkt, Etikett oder an der Verpackung an. Mit dem kostenlosen Plan von PassTag Studio kannst du das für bis zu 10 Produkte ausprobieren.
Häufige Fragen
Wenn die Informationen vorliegen: etwa 10–20 Minuten pro Produkt für die strukturierte Erfassung. Die meiste Zeit kostet das Beschaffen fehlender Angaben bei Lieferanten – plane dafür je nach Lieferkette einige Tage bis Wochen Vorlauf ein.
Nein. Veröffentliche, was du sicher weißt, und ergänze den Rest schrittweise – leere Felder erscheinen im öffentlichen Produktpass von PassTag Studio nicht als „keine Angabe“. Wichtig ist, dass vorhandene Angaben korrekt sind.
Nein. Zertifikate und Nachweise sind Angaben, die das veröffentlichende Unternehmen bereitstellt. Sie werden im Produktpass als solche dargestellt – eine unabhängige Verifikation findet nicht statt und wird auch nicht behauptet.
Quellen & Stand
Quellen
- Verordnung (EU) 2024/1781 (ESPR) – EUR-Lex
- EU-Strategie für nachhaltige und kreislauffähige Textilien
Stand: 02.08.2026. Dieser Artikel dient der allgemeinen Information und Vorbereitung („DPP-ready") – er ist keine Rechtsberatung. Verbindliche Anforderungen ergeben sich erst aus den jeweiligen EU-Rechtsakten.